ALLGEMEINE GESCHÄFTSBEDINGUNGEN
§ 1 Geltung der Bedingungen
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge über die Erstellung von Gutachten, Bewertungen und sonstigen sachverständigen Leistungen zwischen dem Auftragnehmer und dem Auftraggeber.
Abweichende Bedingungen des Auftraggebers werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, ihrer Geltung wird ausdrücklich schriftlich zugestimmt.
§ 2 Vertragsschluss
Der Auftrag kann schriftlich, mündlich, telefonisch oder in Textform (z. B. E-Mail) erteilt werden.
Mit der Beauftragung erklärt sich der Auftraggeber mit diesen AGB einverstanden.
Sofern der Auftraggeber Verbraucher ist und der Vertrag außerhalb von Geschäftsräumen oder im Fernabsatz geschlossen wird, gelten zusätzlich die gesetzlichen Vorschriften zum Widerrufsrecht
§ 3 Mitwirkungspflichten des Auftraggebers
Der Auftraggeber ist verpflichtet, alle zur ordnungsgemäßen Gutachtenerstellung erforderlichen Unterlagen und Informationen vollständig und unentgeltlich zur Verfügung zu stellen.
Insbesondere sind Vorschäden, bekannte Mängel sowie frühere Unfälle vollständig und wahrheitsgemäß anzugeben.
Für Nachteile, die aus unrichtigen oder unvollständigen Angaben resultieren, haftet der Auftraggeber.
§ 4 Vollmacht
Der Auftraggeber bevollmächtigt den Auftragnehmer, alle zur Gutachtenerstellung erforderlichen Untersuchungen durchzuführen sowie Auskünfte bei Behörden, Versicherungen und Dritten einzuholen.
§ 5 Vergütung
Das Sachverständigenhonorar richtet sich – sofern nicht anders vereinbart – nach der Höhe des festgestellten Schadens sowie nach Art und Umfang der Tätigkeit.
Schadengutachten: Abrechnung nach Schadenhöhe (Reparaturkosten bzw. Wiederbeschaffungswert)
Bewertungen / Oldtimer-Gutachten: gemäß gesonderter Honorartabellen
Stundensatz: 110,00 € zzgl. gesetzlicher MwSt.
Nebenkosten (z. B. Fahrtkosten, Fotos, Porto): gemäß aktueller Preisliste
Gerichtsgutachten: nach Justizvergütungs- und -entschädigungsgesetz
Rechnungsprüfungen, Nachbesichtigungen und ergänzende Stellungnahmen gelten als gesonderte Leistungen.
§ 6 Zahlungsbedingungen
Die Vergütung ist mit Rechnungsstellung fällig und innerhalb von 14 Tagen ohne Abzug zu zahlen.
Der Auftragnehmer ist berechtigt, angemessene Vorschüsse zu verlangen.
Bei Zahlungsverzug gelten die gesetzlichen Verzugsregelungen.
§ 7 Gutachtenerstellung und Nutzung
Das Gutachten wird nach bestem Wissen und Gewissen und entsprechend den anerkannten Regeln der Sachverständigentätigkeit erstellt.
Der Auftraggeber erhält das Gutachten in digitaler Form (PDF). Weitere Ausfertigungen können gesondert berechnet werden.
Das Gutachten ist ausschließlich für den vereinbarten Zweck bestimmt und darf ohne Zustimmung des Auftragnehmers nicht verändert oder zweckentfremdet verwendet werden.
§ 8 Haftung
Der Auftragnehmer haftet für Schäden – gleich aus welchem Rechtsgrund – nur:
bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit uneingeschränkt
bei einfacher Fahrlässigkeit nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten), begrenzt auf den vorhersehbaren, typischen Schaden
Die Haftung für mittelbare Schäden, Folgeschäden oder entgangenen Gewinn ist ausgeschlossen, soweit gesetzlich zulässig.
Die Haftung für fehlerhafte oder unvollständige Angaben des Auftraggebers ist ausgeschlossen.
§ 9 Widerrufsrecht (für Verbraucher)
Ist der Auftraggeber Verbraucher und erfolgt die Beauftragung im Fernabsatz oder außerhalb von Geschäftsräumen, steht ihm ein gesetzliches Widerrufsrecht zu.
Die Widerrufsfrist beträgt 14 Tage ab Vertragsschluss.
Das Widerrufsrecht kann vorzeitig erlöschen, wenn der Auftraggeber ausdrücklich verlangt, dass der Auftragnehmer vor Ablauf der Widerrufsfrist mit der Leistung beginnt und die Leistung vollständig erbracht wurde.
Eine gesonderte Widerrufsbelehrung wird dem Auftraggeber zur Verfügung gestellt.
§ 10 Versand und Übermittlung
Die Übermittlung des Gutachtens erfolgt in der Regel elektronisch per E-Mail.
Auf Wunsch kann ein postalischer Versand erfolgen.
§ 11 Anwendbares Recht
Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland.
§ 12 Gerichtsstand
Ist der Auftraggeber Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist Gerichtsstand der Sitz des Auftragnehmers.
Im Übrigen gelten die gesetzlichen Gerichtsstandsregelungen.
§ 13 Schlussbestimmungen
Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.